2023-01-15 #1

cddc11dbffe501ec1e7ab63ce7522298.png

Wenn ich auf meinen eigenen Erfahrungsweg mit Nix zurückblicke, scheine ich in den letzten Jahren in mehreren Themen ähnlich radikal gewesen zu sein:

  • 2018: Wegen einer unergonomischen Tipphaltung (linke Hand normal, rechte Hand Zeigefinger-Chirurgie) wechselte ich direkt zum Tastaturlayout Colemak. Seitdem wirkt meine Tastatur wie automatisch verschlüsselt – niemand anderes kann mehr darauf tippen.

  • 2019: Da meine Bearbeitungseffizienz zu niedrig war, begann ich, Vim zu nutzen. Ich installierte Vim-Plugins in allen meinen Editoren und IDEs (ich bin kein Vim-Purist; ich betrachte Vim als ein Tastaturbindungssystem, nicht als Software an sich). Danach zwang ich mich, mich daran zu gewöhnen, und die Effizienz stieg sprunghaft an. Aber wo liegt beim Programmieren wirklich der Flaschenhals? Nicht an den Händen, sondern am Kopf.

  • 2020: Ich suchte nach einer für mich passenden Zeitmanagement-Methode. Automatische Aufzeichnung mit Programmen wie RescueTime war zu verrauscht; eigene Schemata in Excel/JSON zu entwerfen, war mir zu mühsam. Zufällig entdeckte ich Org-Mode und fand es großartig. Der einzige Nachteil: Es funktioniert nur in Emacs. Nach reiflicher Überlegung entschied ich, dass es die Investition wert ist. Emacs selbst ist eine große Baustelle, und ich wollte nicht bei null anfangen. Da kamen meine Vim-Kenntnisse zum Zug! Ich schloss mich dem bösen DoomEmacs-Lager an. Org Mode ist mittlerweile unverzichtbar für mich geworden (Was mache ich, wenn ich nicht am Computer bin? Ganz einfach: In der Zeit vor dem Computer muss ich mich nicht um die Aufzeichnung kümmern!)

  • 2021: Ich bin in das Nix/NixOS-Universum eingetaucht – diese Geschichte habe ich im vorherigen Beitrag bereits erzählt.

  • 2022: Es gab ähnliche Vorfälle, dazu später vielleicht mehr.

Aber es gab auch Veränderungen: Im letzten Jahr hat sich meine Sichtweise auf technische Probleme grundlegend verändert. Letztlich muss die Methode dem Prinzip dienen. Die Gründe liegen einerseits in der Rollenänderung, andererseits in der veränderten Perspektive auf Probleme.


Frage: „In ruhigen Momenten fühlt man sich klar und richtig. Sobald man aber auf ein Ereignis trifft, ist es anders. Wie kann das sein?“
Der Meister antwortete: „Das liegt daran, dass man nur die stille Übung kennt, aber keine Selbstüberwindung betreibt. Wenn man dann vor eine Aufgabe gestellt wird, bricht man zusammen. Der Mensch muss sich an den Dingen reiben, um bestehen zu können; nur so kann man in der Ruhe und in der Bewegung Standhaftigkeit bewahren.“

  • 🔧Handwerker