2023-04-20
Gerade eben (es war schon gestern Abend, ich hatte ein Abschlussfoto mit dem älteren Kommilitonen Jiang gepostet, aber die Prüfung fiel durch 🌚) sah ich einen Rant von einem Erstsemester-Kind in der Crew. Ich wollte ihn trösten, aber dann dachte ich mir, dass ich auch nichts zu sagen habe.
Dieser Gedanke erinnerte mich an einige Momente meines eigenen Studiums. Am eindrucksvollsten war, als ich im zweiten Semester des vierten Jahres Xi’an verließ, um in Peking zu praktizieren.
Der erste Einblick in die Arbeitswelt ließ viele Illusionen in sich zusammenfallen, und ich begann anhaltende Einsamkeit und zwischenzeitliche Lebenszweifel zu erleben. Damals, jung wie ich war, hätte ich nicht gedacht, dass man nur ein Zimmer mieten kann. In einem Einzelzimmer in Shangdi verbrachte ich so ein halbes Jahr. In demselben Haus sah ich zum ersten Mal eine Kakerlake. Ich versuchte, am Wochenende in zufällige Richtungen spazieren zu gehen. Am Valentinstag kaufte ich mir eine Rose und schenkte das zweite Softeis zum halben Preis von McDonald’s der jungen Dame an der McDonald’s-Eisstation – meine lieben Kommilitonen waren noch in der Schule, und ich träumte davon, zurück in die Schule zu kommen.
Während der Qingming-Ferien kaufte ich frühzeitig ein Zugticket zurück nach Xi’an. Mein Herz schwang gemächlich mit dem Schlafwagen. Ich trug einen ziemlich schweren Rucksack, ging durch das Südosttor der Uni, nahm die Stufen zum Zhongying-Innenhof in zwei Schritten, durchquerte den Hof, betrat das Wohnheim und stand endlich vor der Tür von 0235.
Ich öffnete die Tür, und es war, als ob ein weißes Licht meine Augen erfüllte, als ob die Tür Zukunft und Vergangenheit verband – ich kehrte in meinen schönsten Traum zurück. Chen Shen lag immer noch auf seinem Platz und spielte ein Spiel, Brother Dog saß auf Ludis Bett, Ludi war nirgends zu sehen, Zhu Xi neigte sich von seinem Platz zu mir und sagte: „Du bist zurück.“ Ich weinte fast.
Das heutige 0235 hat nach unserem Auszug wieder eine Schar unwissender Jugendlicher verabschiedet. Das Schulleben ist voll von kleinen, süßen Sorgen, wie der junge Crew-Kamerad zuvor rantete. Ich liebe meine Studienzeit und erinnere mich auch daran, dass die Universität von uns verlangte, „Licht für die Welt zu sein“.
Vielleicht sind meine eigenen Sorgen in den Augen anderer auch nur kleine, süße Sorgen. Das ist wirklich amüsant.
(Bild zeigt 0235)
- 🧩 Ein Lebensfragment