2023-05-24
Kann nicht schlafen, und stattdessen kreist mir ständig die shaanxi-dialektische Version von „Das Trinklied“ von Meister Guo Da im Kopf herum. Stellen wir uns diese Trinkrunde vor.
„(Verschwommen blickend) Genosse Cen (zeigt nach links), Genosse Danqiu (zeigt nach rechts), bringt den Wein her (kneift die Augen zusammen, runzelt die Nase, hebt beide Hände), die Becher sollen nicht ruhen!“
So lebendig! Und dann: „Für euch singe ich ein Lied, neigt eure Ohren zu mir“ (ich singe euch Brüdern eins)
Und dann fängt er an zu singen, wie bezaubernd!
Nach dem Lied hört er, wie ein Kumpel neben ihm sagt, kein Geld mehr, kein Trinken mehr. Da runzelt er die Stirn und mustert ihn von oben bis unten: „Mein Wirt, wie kannst du von wenig Geld sprechen? Geh und kauf Wein, lass uns gemeinsam trinken“ (Brüder, niemand geht heute, bevor wir nicht umgefallen sind) Dann wirft er den Kopf zurück und zeigt selbstbewusst nach draußen: „Das gefleckte Pferd, den Tausend-Gold-Pelz, ruf den Sohn, tausch sie gegen guten Wein, mit dir will ich die ewige Traurigkeit ertränken!“
(Habe zwei Bilder aus der Galerie geholt, auf denen getrunken wird – ein Toast auf den Unsterblichen)
- 🧩Ein Lebenssplitter