2023-06-07 #1

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Diese Woche unterbrach ich meine Erkundung von millennium parade und begann stattdessen, alle Mili-Lieder anzuhören, die ich finden konnte – von einem Punkt aus breitete ich mich aus; ich nenne es Cyberpunk-Hexenmusical;

Milis Lieder tragen die überbordende Fantasie wunderbar. Momocashew interpretiert mit ihrer ohnehin lebendigen Stimme diese poetischen, verrückten, unerklärlichen Texte.

Als ob man aus diesen Bruchstücken verlorene, verschobene, romantische, wahnsinnige Welten erahnen könnte; die gefühlvolle Darbietung legt einen Schleier über diese Welten und ihre eigenartigen, objektiven Gesetzmäßigkeiten, der sie noch verschwommener erscheinen lässt.

Oder vielleicht erblickt man doch nur den Teil der menschlichen Emotionen in dieser gegenwärtigen Welt, der am berauschendsten, besessensten und selbstvergessensten ist (Toxication): „Ich liebe dich“ „Küss mich“ Diese offensichtlich gefühlsbetonten Sätze sind auf scheinbar unmenschlichen Konstruktionen und Existenzen montiert.

Realität, gewürzt mit interessanten und giftigen Zutaten, ergibt diesen berauschenden Hexentrank namens Mili.

Als ob:

Im Dunkeln lausche ich; und manches Mal War ich halb verliebt in sanften Tod,

Nannt ihn mit mildem Namen in manchem erdachten Reim, Um in die Luft meinen stillen Atem zu tragen; Jetzt mehr denn je scheint es reich, zu sterben,

In der Mitternacht ohne Schmerz zu vergehen, Während du deine Seele nach außen ergießt In solcher Ekstase!

Doch du würdest singen, und ich hätte vergebens Ohren, Für dein hohes Requiem Würde ich zu einem Rasenstück.

„In deinem hohen Requiem bin ich zu Staub geworden.“

  • 🎵Was habe ich diese Woche gehört?