2023-07-02

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Einen Monat später schwebe ich noch immer im Mili-Universum; Dieses Lied heißt Summoning 101.

Ich höre ein leises Singen, gehe durch ein Portal, das plötzlich vor mir erscheint; Schleiche mich leise an ihren Tisch, diese Hexe mit haarbedecktem Abendrot. Sie schreibt eine neue Seite Notizen auf Papier – wohl der Zauberspruch, der mich herbeigerufen hat.

Alles in dieser Welt ist für mich so wundersam: das Herbstlaub, die Sommerbrise, der Frühlingsduft, das hüpfende kurze Haar der Hexe.

In meiner Welt stellte sich später heraus, dass die Zeit nicht so eindimensional ist, wie die Leute denken. Oder besser gesagt, „eindimensional“ reicht nicht aus, um das komplexe Netz der Zeit zu beschreiben. Für mich ist die Zeit ein Geschenk, das nacheinander durch jeden Menschen fließt und seine Spuren hinterlässt.

Unsere Sprachen sind unterschiedlich, meine Reißzähne und Krallen nutzen ihr nichts; sie sagt mir immer wieder Dinge, die ich nicht verstehe; ich verstehe sie nicht, aber sie klingen wie Gesang.

Aber das macht nichts – pack meine Pfote! Lehre mich deine Sprache, lass mich die Wunder dieser Welt erleben.

Ich verstehe, dass diese Begegnung vielleicht nur ein kleiner Scherz der Zeit ist, oder besser gesagt, ich habe es verstanden, denn später wurde ich allmählich frecher, allmählich gieriger, und hoffte, dass diese Momente noch ein bisschen länger andauern mögen, noch ein bisschen länger.

– Und dann bricht das Portal, das die beiden Welten verband, plötzlich zusammen.

Ich strecke meine Hand aus, vergeblich versuchend, sie zu erreichen. Im Moment, als die Tür zufällt, wird mein linker Arm abgetrennt. Der Herbst welkt, der Sommer glüht, der Frühling macht einen nur allergisch. Alles sieht so trostlos aus. Kann ich mich nach dir sehnen? heule ich. Ich vermisse dich.

Es klingt wie ein einarmiger Wolfswelpe, der in der Nacht auf einer Lichtung jammert.

Dann fließt die Zeit weiter, ich wandere ziellos umher. Viele Jahre vergehen, aber in dieser Zeit verblassen die Spuren, die sie hinterlassen hat, nie, ich wandere umher. Diese Erinnerungen geben mir Kraft; selbst einarmig ist das Leben für mich kein Problem, ich wandere umher. Unablässig grübele ich über den Sinn des Lebens nach, über die feine Verbindung zwischen Leben und Zeit, ich wandere umher. Ihre schönen Worte habe ich nie vergessen, auch wenn ich sie immer noch nicht verstehe, wandere ich umher.

Dann öffnet sich die Tür wieder.

Im Schneesturm taucht ihre gebeugte Gestalt schemenhaft auf, ich stürze hin, um sie zu schützen. Im Sterben sieht sie mich, Tränen fließen, brennen, Fleisch und Blut beginnen zu schmelzen.

Der Sturm legt sich. In der zerfallenen Hütte blicke ich mich um – nichts ist mehr wie damals.

Auf dem Tisch stapeln sich 617 Seiten komplizierter Notizen, das Ergebnis tausendjähriger Weisheit; verstreut liegen Katalysatoren, mit denen sie jahrelang versucht hat, mich in Abermillionen von Welten zu finden.

In der Mitte des magischen Kreises halte ich ihr trockenes Gebein, diese Hexe mit mondlichtfarbenem Haar.

Ein letztes Mal – pack meine Pfote! Auch wenn die Jahreszeiten längst nicht mehr klar sind in diesem apokalyptischen Winter; auch wenn die Jugend vorbei ist, das Haar silbern wird – deine kristallklaren Augen leuchten noch immer hell wie Fackeln, so schön …

Ich versuche, zu ihr zu sprechen, aber es entfährt mir nur ein langes Heulen.

Owoooooooooooooooooooo

  • 🎵Was ich diese Woche gehört habe